Raiders am Ende zu stark

Mit den Swarco Raiders Tirol kam am Sonntag das offensivstärkste Team nach Deutsch-Wagram zu den Alligators und konnten am Ende ihren sechsten Sieg in Serie einfahren.

Beide Teams waren jedoch nicht vollzählig in diesem Aufeinandertreffen: Die Gäste aus Tirol mussten auf ihren Topscorer Oliver Vujakovic verzichten, ebenso auf Mansata Cisse und Nemanja Markovic. Bei den Alligators fehlten weiterhin Victor Onwudiwe und Brani Balvan, genauso wie die Langzeitverletzten Bruno Golino, Julian Pietersen und Philipp Preisinger. Zusätzlich mussten die Alligators eher kurzfristig auf Max Pelz und Nikhil Sacher verzichten.

Die Alligators starteten wie aus der Pistole geschossen und lagen gleich dank Punkte von Simon Marek, Nikola Letic und Mark Laurencik mit 7:0 in Front, ehe auch die Gäste anschreiben konnten. Diesen Vorsprung konnten die Alligators weiter behaupten - offensiv wurde der Ball dabei gut bewegt und hochprozentig getroffen. Gegen Ende des Viertels verkürzten die Raiders auf 23:21, ehe Coach Lukas Hofer zur Auszeit rief. Der Run der Gäste wurde damit unterbunden und Patrick Schmid und Daniel Schuch stellten auf 27:22.

Auch im zweiten Viertel waren die Alligators zu Beginn das spielbestimmende Team: Janis Tomaschek, Simon Marek und Nikola Letic punkteten weiter, während defensiv in viele Phasen gut gearbeitet wurde. Nach knapp 5 gespielten Minuten im zweiten Viertel lagen die Alligators mit 42:31 in Front.

Danach verkürzten die Raiders über Keric und Grdadolnik auf 42:38, ehe Lorenz Rattey wieder nachlegte. In den nächsten Minuten prägten zahlreiche Ballverluste das Geschehen - hier hätten die Alligators in der Transition besser agieren können. Trotz allem lagen die Alligators kurz vor der Pause mit 49:42 in Front. Doch einige dumme Fouls am Ende des Viertel ermöglichten es den Raiders auf 51:49 bis zur Pause zu verkürzen.

Vor allem offensiv zählte die erste Halbzeit zu den Besten der Alligators in dieser Saison - ärgerlich daher, dass man "nur" mit 2 Punkten in Front lag nach 20 Minuten.

In Hälfte 2 starteten die Alligators wieder gut und bauten ihren knappen Vorsprung etwas weiter aus, doch Keric und Gardiner hielten für die Gäste dagegen. Kurz darauf sorgte Grdadolnik mit dem Dreier für den Ausgleich, ehe die Raiders in Minute 27 durch Keric erstmals in Führung gingen. Die Alligators waren in dieser Phase völlig von der Rolle und agierten nicht mehr so gut als Team wie noch in Halbzeit 1. Die Raiders wurden zudem auf Grund der Teamfouls (12:4) immer wieder an die Linie geschickt (15 FW der Raiders in Viertel 3) und nahmen diese Geschenke dankend an. Stand vor dem letzten Abschnitt 66:70.Der Rythmus der Alligators war gebrochen und die Raiders nützten dies eiskalt aus und gingen mit +10 in Front, ehe Janis Tomaschek für die Alligators endlich wieder punktete. Die Alligators versuchten alles, um noch weiter heranzukommen, doch die Raiders hatten immer die passende Antwort parat und trafen die wichtigen Würfe, so dass die Alligators auf nie mehr als 4 Punkte herankamen. Endstand: 85:93.

 

Ein über weite Strecke vor allem offensiv gutes Spiel der Alligators, die sich leider im dritten Viertel aus dem Spiel nehmen ließen. Dennoch zeigt es einmal mehr, dass unser Team gegen jede Mannschaft mithalten kann.

 

Sven Bijelonjic, Spieler Raiders: „Heute war es ein hart erkämpftes Spiel. Es war kein schönes Spiel, gab viel Gerangel und sehr viele Fouls. Aber ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben uns gut auf den Gegner eingestellt, haben vorne unser Spiel gemacht und haben verdient gewonnen, würde ich sagen.“

Amir Medinov, Head Coach Raiders: „Ich will meinen Spielern gratulieren. Wir haben gewonnen und nehmen zwei Punkte mit. Das ist das allerwichtigste. Ich bin einfach stolz, dass wir gewonnen haben.”

Janis Tomaschek, Spieler Alligators: „Ärgerlich, dass wir heute verloren haben. Es war auf jeden Fall mehr drin aber wir haben trotzdem eine gute Teamleistung abgeliefert. In der Defense müssen wir aber auf jeden Fall noch weiterarbeiten damit wir auch gegen die Favoriten Chancen haben.“

Hannes Quirgst, Assistant Coach Alligators: „Gratulation an Innsbruck zum Sieg. Für uns war es schade, dass wir in der ersten Halbzeit nicht höher vorne waren. Da hätten wir uns vielleicht etwas mehr absetzen können. Im dritten Viertel sind wir leider etwas eingebrochen und haben schlussendlich verloren. Trotzdem können wir vor allem offensiv auf der Leistung aufbauen. Defensiv müssen wir noch einen besseren Job machen, um auch solche Matches gewinnen zu können.”

Beste Werfer: Letic 19, Marek 18, Tomaschek 13 bzw. Grdadolnik 29, Keric 20, Gardiner 15 (16 Rebounds).